Badminton Technik: Schnittdrop aus dem Hinterfeld - Vorhand Aussenschnitt

Geschnittene Drops aus dem Hinterfeld sind ein wichtiges Mittel um Gefährlichkeit aus dem Hinterfeld zu erzeugen. Im Allgemeinen gelten sie schon als fintierter Schlag, aber auf Grund der Wichtigkeit in der Ausbildung "über Kopf" ordne ich in definitiv als Grundschlag ein.

Schnittdrops aus dem Hinterfeld sind gefährliche Schläge, womit direkt Punkte erzielt oder zumindest indirekt vorbereitet werden können. Aus meiner Sicht stellen sie Grundschläge im Badminton dar, so auch der oft als gewischte Drop bezeichnete (engl. Reverse Cut) angeschnittene Schlag im Hinterfeld.

Sinnvolle gefährliche Schnittdrops aus dem Hinterfeld gibt es vier an der Zahl. Jeweils den Innen- und Außenschnitt in der Vorhand- bzw. in der Rückhandecke. Dabei der der gewischte Schlag in der Vorhand longline gespielt, in der Rückhand cross. Andersherum kann man den Schnittdrop zwar auch spielen, aber die Täuschung ist nicht mehr so stark - und dies soll ja auch ein wichtiges Element sein. 

Warum Grundschlag? Viele Spieler haben oft Schnitt im normalen Clear oder Smash. Dies ist nicht optimal. Irgendetwas stimmt vom Griff oder der Bewegung nicht. Aber wie das ändern? Kleine Anpassungen sind von Nöten - beherrscht man die Fähigkeit Schnittdrops zu spielen, kann man das Ganze einregeln. Zuviel Innenschnitt im Smash - dann mehr vom "gewischten Drop" in den Schlag packen. Dies können kleine Anpassungen vom Griff sein oder von der Schlagbewegung.

Zunächst einmal zum Bild:

 

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Wie das Ganze nun ausbilden? Zunächst: es geht nicht nur im die Technik selber, sondern um die Fähigkeit mit Außenschnitt umgehen zu können. Die Technik selber ist je nach Situation leicht variabel, also muss man dies entsprechend auch so ausbilden.

Griff: der Griff kann leicht in Richtung Bratpfanne angepasst werden, muss aber nicht. Zum Vermitteln kann dies Vorteile haben, im Spiel hätte ein zu frühes Umgreifen zur Folge, dass der Gegner schon eine Idee bekommt, wohin das Ganze gehen soll, sprich: Basis-V-Griff!

Schlagposition: egal ob aus dem Stand mit optimalem Hüfteinsatz oder aus dem Umsprung, für mich ist wichtig, dass der Schlag eine Körpertäuschung enthält und man (dies kann man gut in den Videos sehen) sich aus der Ecke Richtung Mitte bewegt (der Fuß setzt schon so auf, dass die Spitze in eine andere Richtung zeigt als der Schlag geht). Dies machen z.B. die Chinesinnen sehr gut und haben somit schon eine gute Grundgefährlichkeit in der Gesamtbewegung.

Art of Coaching: wie das Ganze vermitteln? Ich vermittele Schnittdrops relativ einfach. Ich zeige zunächst gar nicht, worum es geht, sondern sage den Spielern, versucht mit der hinteren Kante den Ball zu schmettern. Was dann passiert? Selten gelingt ein wirklicher Smash mit dem Rahmen und meist - oh Wunder - kommt bereits ein Schnittdrop als Crossdrop heraus. Die Spieler haben dann schon eine Gefühl, was sie für diesen Schnitt machen müssen. Wie das Ganze jetzt longline bekommen? Ganz einfach! Entweder das Netz und das Feld verschieben (Scherz) oder sich eben cross rausdrehen (was zu dem longline Schlag führt). Klingt einfach, aber funktioniert. Wichtig als Trainer: das Ganze selber ausprobieren!

Viel Spaß beim Trainieren wünscht
 
Diemo Ruhnow
 
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