WISSEN - Spiele auf dem Badmintoncourt – Spielformen – Teil 2

Neben den „normalen“ Disziplinen im Badminton kann das Feld auch für andere Spielformen Versionen genutzt werden, die teils viel Spaß bringen und teils lehrreich sein sollen. Ging es in Teil 1 vor allen Dingen um Varianten auf dem Halbfeld, stehen im zweiten Teil kleine Teamspiele im Vordergrund.

Englisches Doppel

 
Das „English Double“ wird mit 4 Spielern auf dem ganzen Doppelfeld gespielt. Jeder Spieler besitzt eine bestimmte Anzahl von Leben (z.B. fünf) und verteidigt sein Halbfeld. Dabei ist es erlaubt, im Halbfeld des Nebenmannes auszuhelfen. Macht ein Spieler einen Fehler, verliert er ein Leben bis er schlussendlich bei der Anzahl von null Leben ausscheidet. Sind nur noch zwei Spieler auf dem Feld vorhanden, spielen diese das Finale „bis drei“ aus. Die ausscheidenden Spieler bekommen eine kleine Zusatzaufgabe – der Gewinner der Runde hat als kleine Schwierigkeit in der nächsten Runde ein Leben weniger.
 
Chinesisches Doppel
 
Das Chinesische Doppel wird auf dem Vorderfeld (Begrenzung: Netz / Aufschlaglinie / Doppelauslinie) mit 4 Spielern gespielt. Dabei bilden zwei ein Team, welche abwechselnd den Ball spielen müssen. Gespielt werden kann entweder auf Zeit (2-4 Minuten, Kaiserfeldsystem) oder auch bis zu einem bestimmten Punktestand. Das Chinesische Doppel eignet sich sehr gut als lustige Auflockerung für Zwischendurch oder / und zur spielerischen Verfeinerung des Spieles am Netz.
 
Dänisches Doppel
 
Das Dänische Doppel erfordert eine gerade Anzahl von Spielern (min. 8) sowie einen Zuspieler / Trainer. Auf dem Doppelfeld befinden sich immer zwei Paarungen A und B, die einen Ballwechsel ausspielen. Die anderen Paarungen warten hinter dem Feld der Paarung B (vordere Feldhälfte). Gewinnt Paarung A den Ballwechsel, sammelt sie damit einen Punkt und verbleibt auf der hinteren Feldhälfte. Paarung B stellt sich dann wieder hinter die wartenden Paarungen, aus der in Reihe eine Paarung nachrückt und nun einen Ballwechsel gegen Paarung A bestreitet. Verliert Paarung A den Ballwechsel, muss diese sich hinter die wartenden Paarungen aufstellen, Paarung B läuft unter dem Netz durch und darf nun auf der hinteren Feldhälfte Punkte sammeln. Aufgabe des Trainers ist es, den Ball ins Spiel zu bringen – es wird also kein Aufschlag gemacht. Der Trainer spielt den Ball von der hinteren Hälfte den Ball in die vordere Hälfte und kann somit die Geschwindigkeit steuern. Sieger ist die Paarung, die nach einer bestimmten Zeit die meisten Punkte gesammelt hat. Klingt kompliziert? Einfach mal ausprobieren! Das Dänische Doppel kann auch als Dänisches Einzel gespielt werden.
 
Rundlauf
 
Rundlauf, auch als „Runde“ bekannt, kennen viele wahrscheinlich noch aus der großen Pause aus der Schulzeit aus dem Tischtennis. Eine Gruppe von Spielern (min.3) wird in der Hälfte geteilt, diese verteilen sich hinter der vorderen bzw. hinteren Feldhälfte und stellen sich dort in Reihe auf. Ein Ballwechsel wird gespielt, wobei immer nur ein Schlag gemacht wird und sich danach schnell auf die andere Seit begeben wird und sich dort erneut angestellt wird, bis man auf die erste Position (im Feld) rückt und dort den Ballwechsel fortführt. Jeder Spieler hat 3-5 Leben, das Spiel wird immer schneller je weniger Mitspieler noch vorhanden sind. Die ausscheidenden Spieler bekommen eine Zusatzaufgabe nach dem Ausscheiden, der Gewinner der Runde (Finale bis 3, siehe Englisches Doppel) in der nächsten Runde ein Leben weniger.
 
Teameinzel
 
Ähnlich dem Rundlauf spielen jetzt zwei Teams gegeneinander, die jeweils nur auf einer Feldhälfte abwechselnd schlagen. Dabei kann a) nach Leben gespielt werden oder b) auf Zeit und Punkte. In der ersten Variante hat jeder Spieler eines Teams z.B. 5 Leben und es gewinnt das Team, welches am Ende noch mindestens einen Spieler auf dem Feld hat, während in der zweiten Variante das Team Sieger ist, welches eine bestimmte Punktzahl erreicht (z.B. 1 Satz bis 21) oder nach einer bestimmten Zeit die meisten Punkte auf dem Konto hat. Sollten innerhalb der Teams Spieler unterschiedlicher Spielstärke sich befinden, bietet sich die Variante „ohne Smash“ an – damit jeder eine Chance hat, den Ballwechsel mitzuspielen.
 
Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht
 
Diemo Ruhnow
 

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