VIDEO Badminton Technik – Kurze Schlagbewegungen im Vorderfeld

Kurze Schlagbewegungen im Vorderfeld sind essentiell – aber nicht nur am Netz, sondern auch in tiefen, defensiven Positionen und sollten daher auch mit unseren Jüngsten eingeübt werden.

Betrachtet man effiziente und weniger effiziente Spieler bei der defensiven Lauf- und Schlagarbeit fällt ein Punkt besonders ins Auge. Während weniger effiziente Spieler bei einen schnellen Drop an die Seite eine Schlagschleife bzw. Ausholbewegung nach hinten ausführen, gehen ist es deutlich effizienter, direkt mit dem Schläger zum Ball zu gehen, ohne eine große Ausholbewegung vorzuschalten. Dies ist nicht unbedingt unsere natürliche Bewegung, denn im Lauf nach vorne arbeiten die Arme asynchron und auch der Schlagarm geht daher natürlicherweise nach hinten. Daher muss man früh ausbilden, dass in diesem Moment Beine und Oberkörper unabhängig von einander arbeiten, dies als kleine Zusatzinfo. 
Weiterhin ist neben dem Fakt, dass für eine Smashabwehr im Erwachsenenbereich erst Arm, dann Oberkörper und zuletzt Beine zum Ball gehen – die hohe Smashgeschwindigkeit bedingt dies – dieses auch für das Erreichen eines guten Drops essentiell. Macht man eine Ausholbewegung und geht dann erst zum Ball, fällt der Ball noch ein kleines Stück – und eventuell liegt er schon am Boden, während man ihn mit kleiner oder gar keine Ausholbewegung sogar noch schier unerreichbar scheinende Bälle vom Boden kratzen kann. 
 
Die folgende Übung stellte Jakob Hoi, Chefbundestrainer des Deutschen Badminton Verbandes, auf einer Trainerfortbildung dar und trainiert genau dieses auf einem Techniktraininglevel mit Zusatznutzen:
 
   
 
Für mich hat diese Übung den Zusatznutzen, dass sich der Spieler oder die Spielerin an den tiefen Ausfallschritt gewöhnen muss. Dies ist auf die Dauer natürlich anstrengend und wird somit neben der Technikaufgaben zu einer Konditionsübungen – aber: so sieht Badminton halt eben nun einmal aus. Die Technik kann unabhängig von der Anstrengung dauerhaft verbessert werden, dies stützen sogar wissenschaftliche Neu- und Umlernuntersuchungen und viel wertvoller, die jungen Trainierenden gewöhnen sich an eine harte Belastung, wie Sie auch später im Wettkampf vorkommt. Gerade vor der Pubertät ist es meiner Meinung nach wichtig, auch solche Übungen zu machen – hier schlägt der mentale Gewöhnungseffekt für mich deutlich den konditionellen Gewöhnungseffekt – Badmintontraining ist eben hart und auch dies muss man kennenlernen und trainieren. 
Man muss es nur nicht übertreiben – ich denke als eine Belastung von 2-4 Durchgängen à 10-15 Bällen pro Seite stellt kein Problem dar und ist ein gutes Einstiegslevel. 
 
Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht, 
 
 Diemo Ruhnow
 
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