VIDEO - Vielseitigkeit mit Finten entwicklen

Finten sind definitiv nicht nur etwas für Fortgeschrittene - als spezifisches Koordinationstraining sind sie ein Muß für die Ausbildung von Kindern sowie äußerst hilfreich beim Lernen im "fortgeschrittenen" Alter.

Sprinter machen das wohlbekannte Lauf-ABC, um ihre Lauftechnik zu verbessern. Was aber machen viele Badmintonspieler, um z.B. den Rückhand-Swip am Netz zu verbessern? Antwort: bisher übten viele eben diesen Rückhand-Swip am Netz. Aber: ist dies die optimale Lösung? Warum übt der gute Leichtathlet so etwas wie Lauf-ABC und hüpft durch eine Koordinationsleiter? Das Stichwort aus der Trainingslehre heißt koordinatives Überpotential. Einfach erklärt bedeutet dies, dass man leichtere Bewegungen verbessert (unter verschiedenen Druckbedingungen) oder erlernt, wenn man schwerere und komplexere Bewegungen durchführt.

Wie können wir uns das im Badminton beim Schlagtraining zu Nutze machen? Eine sehr motivierende Art ist das Lernen von Finten. Hier müssen komplizierte Bewegungen durchgeführt werden, was die eigentlichen Schläge sowie das Rackethandling auch langfristig verbessert. Ich habe gerade am vergangenen Wochenende einen Lehrgang mit 7-11 jährigen durchgeführt, wo es zu meinem Erstaunen bei allen geklappt hat, vermeintlich schwere Schläge zu erlernen. Auch die 7/8-jährigen haben es geschafft, die hier von Patrick Kämnitz vorgestellten Schläge durchzuführen. Das hatte mich sehr überrascht, hier hatte ich die Kleinen sehr unterschätzt und mit einigen Problemen gerechnet. Stellen Sie sich dann noch vor, wie motiviert die Kinder dann auch noch waren, als sie erfahren haben, dass ihr Vater die Schläge bestimmt nicht kann und sie die Schläge ihrem Vater am Abend vormachen sollen!

 

 Hier eine kurze Beschreibung der Schläge:

Schlag 1: Die Nullstellung ist der Vorhand Swip oder Vorhand Drop, die möglichst lange gehalten wird. Aus dieser Position wird der Schläger im Uhrzeigersinn auf den Daumengriff gedreht und dann mit diesem Daumengriff ein Cross-Swip gespielt.

Schlag 2: Es wird „Vorhand-Töten“ angedeutet und dann ein Cross-Swip gespielt. Dabei werden zwei Schläge auf einmal durchgeführt.

Schlag 3: Es wird ein cross gespielter Rückhandball angedeutet, die Bewegung ist dabei langsam und nahe am Ball durchzuführen und danach wird ein longline Swip gespielt. Dabei werden zwei Schläge auf einmal durchgeführt.

Viel Spaß beim Trainieren wünscht

Diemo Ruhnow

 

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