WISSEN - Vielseitig am Schlägergriff II

Nachdem es in der letzten Ausgabe von "Vielseitig am Schlägergriff" um etwas Theorie ging, werden in diesem Artikel zwei Übungen zum Griffwechsel vorgestellt.

Vielseitig am Schlägergriff II – 2 heuristische Übungsbeispiele

In dem ersten Artikel der Reihe "Vielseitig am Schlägergriff" ging es um die veschiedenen Griffhaltungen im Badminton. Zum einen ist es natürlich wichtig, den Übenden dazu auszubilden, die verschiedenen Schläge im Badminton mit der jeweils passenden Griffhaltung zu spielen, zum anderen muss gelernt werden, wie man schnell zwischen den verschiedenen Griffen schnell zu wechseln. Dabei lässt sich eines beobachten: Gelingt es dem Übenden problemlos und flüssig zwischen den zwei „extremen“ Griffen Daumengriff (3-Uhr) und Rushgriff (9-Uhr) zu wechseln, fallen die Wechsel bzw. die Auswahl des richtigen Griffes ebenfalls deutlich leichter. Trainingstheoretisch lässt sich diese Hypothese einordnen in das Prinzip des differenziellen Lernens und Lehrens nach Schöllhorn.
Im Folgenden sollen zwei von der Konstruktion einfache Übungsbeispiele zeigen, wie man diesen Wechsel zwischen 3-Uhr und 9-Uhr Position üben kann. In beiden Übungen ist der Übende gezwungen, unter Zeitdruck vom Vorhand- in den Rückhandgriff zu wechseln, die zweite Übung, ein Schlag der Kategorie „Finte“ ist zudem gerade für Kinder sehr motivierend.
 
Übung 1 – Diagonal gegen die Wand mit Griffwechsel
 
Der Übende steht in athletischer Erwartungshaltung mit ca. 1,50 – 2 Meter Abstand zu einer Wand und spielt dann abwechselnd mit der Vorhand und Rückhand einen Ball leicht diagonal gegen die Wand. Die Ausführung kann sowohl im unteren Abwehr-bis-Drive-Bereich stattfinden (siehe Fotos), aber auch im oberen Drive-Bereich, was allerdings durch noch mehr Zeitdruck deutlich schwieriger ist. Die Schlagbewegung sollte möglichst kurz sein und dem Prinzip der Ellbogenstreckung / Handführung folgen. Der Übende ist gezwungen sofort nach dem Schlag jeweils den Griff zu wechseln. Variieren kann man die Schlagreihenfolge (gerade, diagonal, gerade, diagonal…. statt diagonal, diagonal,… oder ganz nach Belieben), sowie die Lösungsmöglichkeit auf der Vorhandseite (Schlag mit Rückhand(griff)), sowie motivierend gestalten für größere Gruppen als Wettbewerb gegen die Uhr („Wer schafft die meisten Ballberührungen in 60 Sekunden?“).ivonne_daumengriff_wandivonne_rushgriff_wand
Übung 2 – Vorhand Swip – Rückhand Swip in Vorhand Ecke – Täuschung Diagonal
 
Ob dieser Schlag aus der Kategorie Finte besonders oft sinnvoll im Spiel eingesetzt werden kann, möge bezweifelt werden, dennoch wie viele Schläge aus der Kategorie „Schläge, die die Welt nicht braucht“ schafft man im Training von diesem eine motivierende Umgebung um das Thema schneller Griffwechsel anzugehen.
 
Der Schlag sieht folgendermaßen aus: Der Übende hält den Schläger in der Nullstellung / Erwartungshaltung für den Vorhand-Swip mit der entsprechenden Griffhaltung (siehe Fotos). Diese Schlägerhaltung wird lange gehalten, damit die täuschende Wirkung möglichst groß ist. Mit einer kurzen Drehbewegung in der Hand, wobei das Handgelenk nicht verdreht oder abgewinkelt wird, wird der Schlägergriff vom Rushgriff in den Daumengriff gedreht (siehe Fotos).
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Der Schlag an sich entspricht dem Vorhand-Swip diagonal, nur jetzt mit dem Daumengriff: Schlag nach Ellbogenstreckprinzip, wobei es wichtig ist, dass die Hand in dieselbe Richtung geht der Ball – leicht diagonal sowie nach oben. Im Treffpunkt wird zusätzlich durch Lockerlassen-Zufassen beschleunigt.
 
Diemo Ruhnow


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