WISSEN Smashtechnik verbessern – drei einfache Hinweise für mehr Power

Härter schmettern, wer möchte dies nicht? Dieser Artikel gibt drei einfache Hinweise, wie die Schlaghärte verbessert werden kann.

Als junger Trainer habe ich oft Kontrastmethoden zur Verbesserung der Schlaghärte im Badminton genutzt. Also Schmetterbälle mit Liegestützen, schweren Schlägern und Medizinbällen kombiniert. Dies würde ich auch im U17+ Jugendbereich nicht mehr tun - zum einen muss solch ein Training sehr gut muskulär vorbereitet sein, was an Stützpunkten weniger das Problem ist, zum anderen nimmt man bereits frühzeitig eine Leistungsreserve in Angriff, nutzt diese aber - zweiter Punkt - durch eine noch nicht optimale Technik aber gar nicht aus.
 
Dabei kann man oft bei vielen Spielern durch kleine Hinweise und Verbesserungen an der Schlagtechnik eine bessere Smashhärte, also härter smashen, erzielen. 
 
Punkt 1: Den leichten Schlägern "sei dank" schmettern viele Spieler nur aus dem Arm. Dabei sollte ein Großteil der Energie aus der gesamten kinetischen Kette beginnend vom Fuß über Hüfte, Schulter, Schlagarm zum Schläger auf den Ball übertragen werden. Europäische Spieler nutzen im Vergleich zu asiatischen Athleten Bein- und Hüfteinsatz kaum oder zumindest nicht optimal aus. Hier hilft es, an der Ausgangsposition zu Arbeiten ("Gewicht auf das hintere Bein") sowie die Hüftstreck- und -drehung zu betonen.
 
Punkt 2: Die Ellbogenposition ist meist nicht gut. Bei Top-Spielern wie Lin Dan und Lee Chong Wei, wo relativ viele Aufnahmen und Bilder existieren erkennt man immer ein tiefen und weit zurückgeführten Schlagellbogen. Nur wenn dieses Ausgangsposition stimmt, kann der Schlagarm optimal nach oben geführt und der gesamte Beschleunigungsweg ausgenutzt werden. Schaut als Trainer (oder als Spieler) einmal auf diesen Punkt - wie ist die Spannung des Oberkörpers im oberen Rücken?
 
Punkt 3: Unterarmrotation - in der Trainingsausbildung war lange Zeit viel Focus auf Kontrolle. Was geht verloren? Na klar, Power! Die Unterarmdrehung ist mit das wichtigste Beschleunigungselement des Schlägers. Warum? Ganz einfach: Kleine Drehung im Arm sorgt für große Bewegung des Schlägerkopfes, sprich Power. Einen guten Unterarmeinsatz erkennt man daran, dass durch das Aufwringen des Unterarmes in Pronationsrichtung dieser sich automatisch wieder in Supinationsrichtung zurückdreht. Nach einem Smash oder Clear sollte der Schläger also am Ende der Schlagbewegung wieder nach oben zeigen statt auf der linken Seite nach unten zu zeigen (für Rechtshänder).
 
Nicht 100% klar? Jetzt beginnt dann die Trainerarbeit. Schaut Euch ein paar Videos von Top-Spielern an und versucht die Punkte wieder zu finden.
 
Viel Spaß dabei,
 
Diemo Ruhnow
 
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