WISSEN - Deutsch – Badminton / Badminton – Deutsch - Ein Glossar für Verwirrte – Teil 2

Der Badmintontrainer redet und du verstehst manchmal nur Bahnhof: zentrale Position und dann wieder Mitte, Umsprung in der Vorhand und dann Chinasprung links vom Kopf? In der Rückhandecke Malayenschritt und Umsprung? Was soll geübt werden? Die folgende Reihe soll etwas Licht in die verschiedenen Begrifflichkeiten des Badmintontrainings bringen.

Bereitschaftstellung – Der Begriff Bereitschaftstellung umschreibt die Erwartungshaltung des Badmintonspielers im Ballwechsel. Diese kann offensiv, defensiv oder auch neutral sein, je nach dem, ob der Gegner einen hohen Treffpunkt hat (also einen Angriffsschlag spielen kann) oder im günstigstem Falle einen niedrigen Treffpunkt hat und somit den Ball nur noch nach oben spielen kann.  Im Gegensatz zur defensiven Bereitschaftsstellung mit breitem Stand und niedrigem Schwerpunkt sind die Füße bei der offensiven Erwartungshaltung näher zusammen, der Körperschwerpunkt liegt weiter oben. Die Grundhaltung entspricht der athletischen Haltung (siehe Aufwärmen mit dem Miniband).
 
Ausfallschritt – vorwiegend im Vorderfeld eingesetzt wird ein Ausfallschritt benutzt, um raum- und zeitsparend in die jeweiligen Spielfeldecken zu gelangen. Ein Ausfallschritt wird aber auch zur Seite und bei neutralen und defensiven Lösungen im Hinterfeld eingesetzt und gegensätzlich einer oft vertretenden Meinung kann für Rechtshänder auch ein Ausfallschritt nach mit dem linken Bein, insbesondere im Midcourt sinnvoll sein.
 
Auftaktschritt – Ein Auftaktschritt wird im Badminton sowie in anderen Sportarten oft genutzt um den Körper in eine bessere Lage zum Start zu versetzen. Dabei wird das – und jetzt wird es leicht kompliziert, man möge sich das selber in der Halle klarmachen – vom Ball entfernte Bein nach hinten versetzt, um sich damit besser und kraftvoll in Richtung Ball abzustoßen. In der Vergangenheit gab es und auch weiterhin gibt es viel Diskussion um dieses Konzept – letztendlich kommt der reine Auftaktschritt in weniger Situation vor als man denkt – eine gute Antizipation und aktive Spielweise vorausgesetzt.
 
Sidestep – Wie der Kreuzschritt ist der wird der Sidestep im Badminton in den verschiedensten Situationen eingesetzt. Der Sidestep ist ein seitlicher Schritt oder Lauf, bei dem sich die Füße nicht überkreuzen, parallel senkrecht zur Laufrichtung sind und was oft falsch gemacht wird, sich NICHT berühren. Der Sidestep ist schneller als der Kreuzschritt, die Distanz die zurückgelegt wird pro Schritt ist aber deutlich kleiner.
 
Kreuzschritt – ähnlich dem Sidestep, nur dass sich beim Kreuzschritt, wie der Name schon sagt, die Füße überkreuzen um eine größere Distanz zurück zu legen.
 
Chinasprung – der Chinasprung wird sowohl in der linken hinteren Ecke sowie in der Rechten genutzt. Im Endeffekt ist es nur eine gesprungener Sidestep – um flach gespielte Clear vom Gegner noch abzufangen und als Kontomöglichkeit zu nutzen –meist im Zusammenhang mit dem Sticksmash gespielt.
 
Malayenschritt – bezeichnet ursprünglich den Auftakt zu einer Schrittfolge in die hintere Rückhandecke. Mittlerweile ist die Schrittfolge zwar erhalten geblieben, aber der Malayenschritt aus Gründen der Ökonomie nur noch rudimentär vorhanden.
 
Netzsprung – zunehmend auch im Einzel, aber vor allen Dingen im Doppel zum Töten eines Balles eingesetzt, bei dem der Spieler mit dem Schläger voran ans Netz springt und im Ausfallschritt landet.
 
Diemo Ruhnow
 
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