WISSEN – Ein besserer Trainer werden – Literaturtipps für die kalte Jahreszeit

Als Trainer hat man nie ausgelernt – eine wichtige Eigenschaft für einen guten Trainer ist für mich die ständige Weiterbildung – und dies nicht nur auf dem spezifischen Gebiet Badminton, sondern auf den vielen übergreifenden Gebieten, auf den ein guter Trainer sich auskennen sollte.

Wenn man die zeitlichen und leider oft auch finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, dann sollte man versuchen, die bestmöglichen Quellen heran zu ziehen. Als Trainer in Fortbildung sind dies meist andere erfolgreiche Trainer und Spezialisten, die auf Fort- und Ausbildungen, Seminaren oder vielleicht sogar in lockeren Gesprächen ihr Wissen teilen.
 
Wenn der eigene zeitlich Rahmen begrenzt ist, dann gibt es glücklicherweise heute viele Top-Trainer oder sonstige Führungsspezialisten, die eigene Bücher veröffentlicht haben. Da sich die kalte Jahreszeit, die anscheinend so langsam in Deutschland begonnen hat, anbietet, mal wieder ein gutes Buch zu lesen, möchte ich Euch aus meinem Bücherregal ein paar Literaturtipps geben, die mit Sicherheit helfen können, sich als Trainer weiterzuentwickeln und zu verbessern. 
 
In einer typischen Trainerausbildung lernt man vor allen Dingen die Spezifik der jeweiligen Sportart kennen. Etwas Pädagogik und Psychologie hier, etwas Konditions- und Koordinationstraining da – eine Trainerausbildung kann leider nicht alle Bereiche umfassend abdecken. Im Training geht es in erster Linie darum, sein Klientel für ein Ziel und das entsprechende Training zu motivieren – dazu muss man sich auf viele unterschiedliche Persönlichkeiten einlassen können und gewissen Gruppenprozesse kennen. Zu diesem Thema kann ich vier Bücher ganz besonders empfehlen. 
Ein guten guten und lockeren Einstieg mit vielen praktischen Beispielen liefert das Buch von Lothar Linz „Erfolgreiches Teamcoaching“ (Link zu Amazon) – wie auch Lothar als Referent an der Trainerakademie kommt auch das Buch bei vielen gut an. 
Ich selber habe eine Ausbildung von Reiss Profile Master an der Trainerakademie in Köln absolvieren dürfen. Das ganze Reiss Profil Konstrukt fand ich, aber auch meiner Trainerkollegen sehr hiflreich, um verschiedene Athleten oder Athletentypen besser zu verstehen. Für den Trainer liefert es im Gegensatz zu trockenen Psychologiebüchern ein einfaches Konzept mit Hinweisen an die Hand, die einem auch ohne die Erstellung eines Profiles für jeden Athleten weiterhelfen können. Als einführendes Buch steht bei mir dieses hier im Schrank: „Reiss Profile“ (Link zu Amazon). 
Zwei Büchern, die sehr gute und hilfreiche Gedanken von zwei überaus erfolgreichen Trainer über ihre Arbeit mit Teams sind zum einen The Winner Within (Link zu Amazon) von Pat Riley, der die Entwicklung und die Jahre bei den L.A. Lakers vorstellt, mit denen er in 9 Spielzeiten vier Male den NBA-Titel holte. Zum anderen das Buch von Bernhard Peters, die in Führungsspiel (Link zu Amazon) darstellt, was ihn als Trainer und Führungsperson während seiner Zeit als Hockey-Bundestrainer ausmachte und wie er sich in dieser Rolle entwickelte. 
 
Neben der Psychologie um den Trainer selber ist für mich für Spieler immer noch ein Evergreen Winning Ugly (Link zu Amazon) von Brad Gilbert. Er beschreibt sich selber als eher schlechteren Tennisspielern und beschreibt, wie er sich mit mentalen Strategien in die Top10 der Tenniswelt spielte und dort mit interessanten Strategien gegen bestimmte Charaktere vorging. 
 
Relativ neu auf dem Büchermarkt ist der dritte Teil der Bücherfolge von Heinz Kelzenberg, einer der für mich Urgesteine der deutschen Badmintontrainerwelt und immer noch erfolgreich beim TV Refrath. Er beleuchtet in „Badminton – Modernes Nachwuchstraining“ (Link zu Amazon)weniger die technische oder taktische Seite, sondern wie man als Trainer gute Badmintonspieler im Jugendbereich langfristig entwickelt. 
 
Während die Sportartspezifik wie bereits erwähnt oft sehr gut in Ausbildungen abgedeckt wird, kommt für mich das wichtige Thema über Konditions- und Athletiktraining deutlich zu kurz. Dabei geht es nicht nur um das Training an sich, auch liefert ein besseres Knowhow in diesem Gebiet oft ein viel besseres Verständnis über den Körper und die Bewegungen des Athleten, kurzum über das, was auch dem Spielfeld passiert. 
Wenn man nur ein Buch kaufen dürfte, wäre es definitiv das „Essientials of Strength and Conditioning“ – das Lehrwerk der NSCA (Link zu Amazon) mit über 700 Seiten deckt es von Krafttraining inkl. olympischer Hebetechniken, über Ausdauertraining bis hin zur theoretischen Trainingslehre alles ab was man als zertifizierter Kraft- und Konditionstrainer (CSCS) in den USA wissen muss – und das ist eine Menge. 
Durchaus anschaulicher und praktischer angelegt sind die Werke von Mark Verstegen (Core Performance, Link zu Amazon) , Michael Boyle (Functional Training, Link zu Amazon) und Gray Cook (Der perfekte Athlet, Link zu Amazon). Dabei gibt das Buch von Verstegen eine Einführung in das System von Athletes’ Performance – sicher eines der besten in der Welt, dass Buch von Boyle gibt einen guten Einblick in die Welt des funktionellen Trainings während das Buch von Cook das generelle Verständnis von Bewegungen und Trainingsübungen definitiv verbessert.
Wem gerade dann gerade die Infos über das Krafttraining doch zu speziell sind, der, ein wenig Eigenwerbung sei erlaubt dem sei natürlich das E-Book „Funktionelles Krafttraining im Badminton“ empfohlen – dies gibt es direkt hier im Shop für nur 19,90 EUR downloadbar (Link zum Buch) und enthält speziell für Badminton angepasste Ideen zum funktionellem Krafttraining inkl. olympische Hebetechniken, Sprungkraft- und Medizinballtraining, funktionellem Warm Up und vielen mehr. 
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht 
 
Diemo Ruhnow
 
Gefällt Dir dieser Artikel und möchtest Du immer über neue Artikel informiert werden? Dann melde Dich kostenlos für den Newsletter an! Klicke auf den folgenden Link zum Anmeldeformular oder melde schicke eine Mail an diemoruhnow@web.de.
 
 
 
 
 
Artikelaktionen
 

Leadbox Portlet

Ebook Badminton

Booking

solibad

Badminton Reisen