WISSEN - Hilfreiche Gedanken zum Doppelspiel

Heinz Kelzenberg gibt in diesem Artikel verschiedene Gedanken wieder.Wohin angreifen im Doppel? Was bedeutet das „Spiel ohne Ball“ im Doppel und was versteht man unter einem offensivem Netzspiel?

Wohin angreifen im Doppel?

1. Aus dem Hinterfeld
· Smash in die Mitte oder auf die Seitenauslinien; nur dann auf den Körper, wenn der Gegner dort „blinde Flecken“ hat.
· Drop in die Mitte als Vorbereitung, um die Gegner zu bewegen, bzw. wenn sie zu tief in der Abwehr spielen; nach außen nur „in Lücke“ und vorzugsweise in den Rückhandbereich des Gegners.
· Clear als vorbereitenden Schlag in die Mitte oder in den Rückhandbereich des Gegners. Auf ausreichende Länge und Härte des Clear achten!
 
2.       Aus dem Vorderfeld
· Netzspiel „in Lücke“, dabei darauf achten, dass der Ball möglichst flach über das Netz fliegt, im Gegensatz zum Einzel, wo es entscheidend ist, wie dicht der Ball hinter das Netz fliegt.
· Drücken / Push auf den Körper des Gegners bzw. nach außen auf den „Mixedpunkt“ zwischen Vorder- und Hinterspieler.
· Flach in die hinteren Ecken, außerhalb der Reichweite beider Gegner.
· Töten, d.h., Ball stark abfallend vor die Füße der Gegner, außerhalb derer Reichweite.
 
Offensives Netzspiel
Die meisten Ballwechsel im Doppel werden nicht aus dem Grundlinienbereich („Angriffsraum“) oder aus der Abwehr („Verteidigungsraum“) gewonnen sondern im sog. „Entscheidungsraum“, d.h. durch Treffpunkte in Netzkantenhöhe und darüber bis fast zur hinteren Doppelaufschlaglinie. Also gilt es, Vorteile in diesem Bereich zu gewinnen, um einen Ballwechsel beenden zu können.
 
Übungsvorschlag:
· „Doppel ohne Hinterfeld“, d.h. ohne den hinteren Sektor, der entweder durch die Doppelaufschlaglinie oder eine geklebte Hilfslinie kurz davor definiert wird.
 
„Spiel ohne Ball“ im Doppel
· Beide Spieler eines Doppels konzentrieren sich auf die jeweilige Spielsituation.
· Beide Spieler eines Doppels reagieren zeitnah, d.h. unmittelbar nachdem der Gegner geschlagen hat.
· Es gibt kein Stehenbleiben, d.h. nach jedem Schlag machen beide Spieler mindestens einen Schritt.
· aber: kein automatisiertes, sondern der Situation angepasstes Laufen (auch bei Übungen)!
 

von Heinz Kelzenberg

Heinz Kelzenberg, 47 Jahre Jahre, ist A-Trainer im DBV und hauptamtlich als Badmintontrainer im Verbund Schule/Verein in Refrath tätig. Er ist Autor des Ringbuches "Badminton Unterlagen zum Kinder- und Jugendtraining" und „Macher“ der Talentschmiede und Bundesligamannschaft des TV Refrath, erreichbar ist er unter hkelzi@aol.com .

 

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