VIDEO - Start im Badminton - ein einführendes Beispiel

Der optimale Start im Badminton ist typabhängig - hier präsentiere ich eine Übung, wie zwei verschiedene Varianten geübt werden können und das eigene Ideal oder die eigene Mitte gefunden werden kann.

 

Die folgende Übung kann „off court“ oder aber auch gleich im ersten Schritt „on court“ durchgeführt werden – dabei steht der Übende auf einer Langbank (diese sollte gerade für Anfänger nicht so hoch sein) und springt dabei passiv, was mehr einem fallen lassen entspricht, von der Bank und startet zunächst mit vorgebender Technik in eine vorgegebene Ecke.
 
Die beiden Techniken, die von mir demonstriert werden, sind zum einen eine Technik wie sie z.B. vom Peter Gade angewandt wird, oder aber eine Technik, die viele Asiaten nutzen, um defensive Laufwege zu lösen.
 
In der ersten Technik berührt das linke hintere Bein zuerst den Boden, dies hat den Vorteil, dass man mehr seine Vorhandecke vorne deckt und beim Aufkommen sich bereits in diese Ecke abstoßen kann. Kommt ein Ball in die Rückhandecke vorne, stößt man sich mit dem rechten Bein mit dem zweiten Kontakt in die Rückhandecke ab. Eine Lösung, die durchaus in beide Ecken günstig und schnell sein kann. Dabei hat man immer den Rhythmus bei der Landung (auch „Tiefenentlastung“ genannt) von „links-rechts“.
 
In der zweiten Technik berühren beide Beine gleichzeitig den Boden – die Deckung ist also quasi neutral. Erkennt der Spieler allerdings während dem Fall (oder „on court“ während des Timingschrittes oder früher Nullsprung / Tiefenentlastung genannt) die anzulaufende Ecke, kommen zwar beide Bein gleichzeitig auf, aber das entgegengesetzte Bein führt schon einen kräftigen Abdruck durch, um in die jeweilige Ecke zu starten. Gerade dieser letzte Punkt zeigt, dass die beiden verschieden scheinenden Startarten gar nicht so verschieden sind. Man kann sich die beiden Wege als Endpunkte auf einem Zahlenstrahl vorstellen, von denen der eigene gewählte optimale Weg auf diesem Zahlenstrahl liegt – aber in der Mitte oder mehr oder weniger links bzw. rechts liegt. Je breiter der Stand in der Mitte, des mehr verschwimmen auch diese beiden Weg – ein Punkt der letztendlich sehr wichtig ist. Ein breiter Stand in der defensiven Erwartungshaltung ist sehr wichtig, ein Punkt, den viele Nachwuchsspieler und Anfänger falsch machen – stehen Topspieler teilweise in der Erwartung eines Schmetterballes mindestens einen Meter mit den Beinen auseinander.
 

 

 

Als Vorgehensweise bietet sich folgender Einbau in der Training an: Durchführung von einer Technik in einer Trainingseinheit mit vorgegebenen Ecken (je Ecke 5-10 Minuten, circa 40-60 Schattenläufe (wie im Video) bzw. 40-60 Bälle), danach wird die Ecke nicht mehr vorgegeben. Wichtig ist dann, dass der Trainer erst in dem Moment anzeigt (oder zuwirft), wenn der Übende in der Luft ist, aber noch bevor dieses den Boden berührt. In einer nächsten Trainingseinheit kann dann die zweite Technik ausprobiert werden, während in einer dritten und vierten Einheit die Technik freigestellt werden kann und die Bank durch realistische Bedingungen auf dem Court ersetzt werden kann (z.B. langer Aufschlag – Drop links o. rechts – longline Drop mit Focus auf Tiefenentlastung und Start).
 
Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht
 
Diemo Ruhnow

 

 

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