VIDEO - Die perfekte Übung für den schnellen Start und guten Laufrhythmus

Der richtige Start und der richtige Laufrhythmus sind keine isolierten Techniken sondern Fähigkeiten - diese einfache Feststellung führt zu einer Reihe von Implikationen - dieser Artikel geht dieser Aussage und den resultieren Fragestellungen etwas näher nach.

 
Bereits in meinem "Tipp des Tages" auf Facebook habe ich mich diese Woche ausgiebig mit Methoden, Leitbildern, Fähig- und Fertigkeiten beschäftigt - getreu nach dem Motto "if you have a hammer, everything looks like a nail" gilt es die eigenen Dogmas und Leitbilder zu hinterfragen, damit wir unser Spieler und Spielerinnen bestmöglich ausbilden. Laufarbeit ist hier ein großes Thema. Fragt man 10 verschiedene Trainer, wie der schnelle Start im Badminton eigentlich funktioniert, bekommt man wahrscheinlich min. 6 verschiedene Antworten - geprägt von der eigenen Ausbildung, dem eigenen kulturellen Hintergrund und den eigene Spiel- sowie Trainererfahrungen. 
 
Ich denke zurzeit - mein Hammer quasi - sehr nach dem Modellkonstrukt des Constraints-led Approaches, also einem Modell des motorischen Lernens (u.a. aus "Dynamics of Still Aquisition" (Link zum Buch)) - das beste Modell, was ich bisher kennengelernt habe, was eine Menge von real-life Implikationen also Ableitung direkt fürs Training mit sich bringt und auch mir persönlich eine Menge von Erklärungen auf theoretischer Basis liefert, für Dinge, die ich schon seit Jahren praktisch im Training machen.
 
Zurück zur Beinarbeit - fragt Euch bitte einmal kurz selber: welche jungen Badminton Spieler oder Spielerinnen weisen eigentlich die beste Beinarbeit auf? Und danach fragt Euch warum!
 
 
Oft sind dies die Kinder und Jugendlichen, die eine Vielzahl von anderen Sportarten, insbesondere Spielsportarten gemacht haben und daher eine gewissen natürliche Wenigkeit oder Agilität aufweisen. Wie hat sich diese entwickelt? Richtig - auf vielfältige Art und Weise. 
 
Jedoch wozu neigen wir Trainer und was sieht man oft in unseren Hallen - Dogmatisieren von Laufarbeit und insbesondere dem schnellen Start. "Man startet so" - "in die Ecke läuft man so" - "Trainer A sagt dies" und "Spieler B läuft so". Bitte schnell vergessen. Starten und Laufrhythmus sind keine isolierten technischen Fähigkeiten oder Fertigkeiten sondern sind Fähigkeiten und maximal situationsspezifisch Fertigkeiten, wozu dann auch Leitbilder existieren. Lin Dan läuft in der Situation X so (Leitbild Lin Dan X) und Lee Chong Wei läuft aber so in der gleichen Situation X. Dies kann man situativ sicherlich so einüben, allerdings muss man sich bewusst sein, dass es eine Vielzahl von anderen Situation gibt. Daher immer fragen, warum läuft Spieler LD so und Spieler LCW so - was sind die dahinter liegenden Prinzipien - dort liegt der Pudels Kern! Daraus können wir dann Methoden entwickeln mit denen wir die Lauftechniken in dieser spezifischen Situation verbessern können und damit dem Spieler gewisse Fertigkeiten an die Hand geben - es entwickelt sich die Fähigkeit effizient und effektiv auf dem Feld zu laufen.
 
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Zurück aber zum Ausgangspunkt - wie entwickeln wir denn Spieler vielfältig selber, wenn diese nicht in 42 anderen Sportarten waren oder mit jungen Jahren zu uns kommen. Richtig - vielfältig, d.h. viele koordinative Grundmuster (Footwork, Koordinationsleiter) inkl. reaktiver Elemente in das Training einbauen und vielfältiges Training der verschiedenen Situationen (technisch) und taktisch (z.B. kleine Spiele inkl. anderer Sportspiele) durchführen.
 
Speziell was den schnellen Start im Badminton angeht müssen die Spieler und Spielerinnen lernen zu verschiedenen Zeitpunkten aus verschiedenen Positionen starten zu können sowie Antizipation und Erkennen der Laufrichtung zu optimieren. Folgende Übungen kann man dazu sehr gut verwenden:
 
Footwork und Start ins ganzes Feld - Übung 1:
 
 
 
Footwork, Sprung und Start ins ganzes Feld - Übung 2:
 
 
Während Übung 1 mehr auf den Start aus verschiedenen Fussstellungen inkl. Reaktionstraining abzielt (inkl. verschiedener automatischer Startmuster), arbeitet man bei Übung 2 noch mehr an der Rhythmusfähigkeit und dem Prinzip des elastischen Abdrückens nach dem Split-Step - d.h. inkl. Erkennen der Laufrichtung der Fähigkeit sich mit Hilfe des Dehnungs-Verkürzungs-Zyklusses effizient in die jeweilige Spielfeldecke abzudrücken.  
 
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Viel Spaß beim darüber Grübel und beim Einbau ins Training wünscht
 
Diemo Ruhnow
 
 
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